Zum Inhalt springen

Sie sind hier:

Gerechtigkeit in Sachen Bildung?

(Hybrid-)Fachtag der Transferagentur Hessen

Zu ihrem zweiten Fachtag in diesem Jahr wartet die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Hessen mit einem ungewöhnlichen Format auf: Unter dem Titel "Was ist gerecht? Was ist machbar? Bildungschancen vor Ort erhöhen" wird sich dem Thema Bildungsgerechtigkeit mit einem Hybrid-Fachtag gewidmet. Dafür lädt sie am 28. September 2021 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr eine begrenzte Menge an Teilnehmenden in das Frankfurter Design Office am Wiesenhüttenplatz ein. Der Vormittag kann über einen Livestream auch online mitverfolgt werden, die Arbeitsphasen am Nachmittag finden nur in Präsenz statt.

Die Frage nach einer gerechten Gestaltung von Bildung ist keinesfalls nur einer moralischen Kategorie geschuldet. Vielmehr gilt sie als oberste Leitlinie aller bildungspolitischen Entscheidungen, der von kommunalen Bildungslandschaften allemal. Durch die Pandemie wurde dieser Bedarf erneut vielfach deutlich. Allzu oft wurde klar, dass Wunsch und Wirklichkeit häufig weit auseinander liegen. Gleichsam ist die Bildungsgerechtigkeit für alle und in jeder Lebensphase erklärter Anspruch bei Aufbau und Etablierung von Bildungslandschaften und den damit verbundenen Instrumenten und Methoden des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements (DKBM). Dieser Diskrepanz, woher sie kommt und inwieweit sie überwunden werden kann, will die Transferagentur mit einem (hybriden) Fachtag nachgehen.
 

Näherung durch Impulse, Fach- und Praxisforen

Am Vormittag nehmen sich drei Impulsvorträge dem Thema "Was ist gerecht? Was ist machbar?" an, die für nicht Anwesende live gestreamt werden. So referiert Dr. Raphaela Schlicht-Schmälzle vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) zur Fragestellung "Wie muss eine gerechte Bildung aussehen?". Im Anschluss geht Prof. Dr. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., der Frage „Gerechte Bildung und eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik: Was ist machbar?“ nach. Abschließend wird explizit auf die Möglichkeiten von kommunalem Bildungsmanagement geschaut. Dafür fragt Prof. Dr. Horst Weishaupt vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation: "Kann DKBM zu einem Mehr an Bildungsgerechtigkeit beitragen?". Im Anschluss an diese Impulse wird die Online-Übertragung beendet und ausschließlich vor Ort fortgefahren.

Am Nachmittag finden zwei parallel durchgeführte Fachforen zu den Themen individuelle sowie regionale Armut in Zusammenhang mit Bildung statt. Thematisch liegt hier der Fokus auf dem fachlichen Austausch und der gemeinsamen Diskussion zu kommunalen Anknüpfungspunkten. In sich daran anschließenden, ebenfalls parallel stattfindenden Praxisforen wird auf die Bedeutung non-formaler Bildungsangebote im Ganztag eingegangen sowie auf die Innovationskraft kultureller Bildungsangebote für den Bildungsort Kommune.

An der Teilnahme Interessierte können sich entweder für den gesamten Tag vor Ort oder für die Online-Übertragung am Vormittag anmelden. Sollte das Pandemiegeschehen eine Durchführung vor Ort nicht zulassen, wird die Veranstaltung online stattfinden. Zur Durchführung verwendet die Transferagentur Hessen das Videokonferenztool Webex. Eine Anmeldung ist noch bis 21. September 2021 möglich.

Weitere Informationen zur Veranstaltung
 

Über die Transferagentur Hessen

Die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Hessen ist Teil der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten bundesweiten Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement. Sie ist Partnerin von Kommunen und weiteren Bildungsakteuren für Aufbau und Entwicklung kommunaler Bildungslandschaften. Sie begleitet Kommunen auf dem Weg zu einer Bildungsstrategie und einem kommunal koordinierten datenbasierten Bildungsmanagement durch die Organisation des interkommunalen Austauschs sowie dem Lernen im Netzwerk mit und von den Praktiker*innen aus in der Bildungsplanung aktiven Kommunen. Seit 2014 ist sie beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Offenbach angesiedelt.


Zurück zum Seitenanfang