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Dokumentation: Wertschätzung in der Aufnahmegesellschaft für Zuwanderinnen und Zuwanderer fördern! - Zweites Vernetzungstreffen zur "Etablierung einer Willkommenskultur" in Kassel

Am 6. und 7. Mai 2014 lud die wissenschaftlich-fachliche Begleitung des Programms "Förderung des sozialen Zusammenhalts durch Etablierung einer Willkommenskultur" unter Leitung der INBAS GmbH im Namen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zum zweiten Vernetzungstreffen der Projekte nach Kassel ein. Der Einladung folgten 29 Vertreterinnen und Vertreter aus den Projekten.

Das Programm bot allen Beteiligten Zeit und Raum, sich in unterschiedlichen Arbeitsformen über die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse der Projektarbeit auszutauschen. Eine andere Perspektive für die Reflektion der eigenen Arbeit sollte darüber hinaus der Beitrag von Prof. Wolf-Dietrich Bukow vom Forschungskolleg "Zukunft menschlich gestalten" der Universität Siegen (FoKoS) öffnen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Monika Seiler, Referatsleiterin "Förderung von Integrationsprojekten" im BAMF und Gabriele Schünemann, INBAS GmbH, wurde zwischen allen Teilnehmenden ein Netz "geknüpft". Diese aktivierende Übung gab den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihren bisher größten Erfolg in der zurückliegenden Projektlaufzeit zu benennen und auf die besonderen Herausforderungen, die sie noch zu bewältigen haben, hinzuweisen.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Nachmittages war die Reflexion der zusammengefassten und projektübergreifenden Ergebnisse aus den durchgeführten SWOT-Analysen beim zweiten Projektbesuch. Die Teilnehmenden tauschten sich zu Gelingensfaktoren wie auch zu bestehenden Hindernissen aus.

Der erste Tag wurde mit dem gemeinsamen Besuch der Wanderausstellung "Yes we´re open – Willkommen in Deutschland" (http://www.yes-we-are-open.info) in der documenta-Halle abgeschlossen. Die Teilnehmenden empfanden die interaktiven Angebote als sehr gut und als anregend und impulsgebend für die eigene Arbeit.

Der zweite Tag begann mit einem Vortrag von Prof. Wolf-Dietrich Bukow über die Aufnahmegesellschaft. Im Mittelpunkt stand dabei die Stadtgesellschaft, die er als Gesellschaftstyp beschreibt, "der (ganz anders als der relativ junge Nationalstaat) von Anfang an und gezielt auf Mobilität und Vielfalt eingestellt war". Die Stadtgesellschaft ist demnach schon immer "Aufnahmegesellschaft" gewesen. "Um zu einer neuen Orientierung im Umgang mit Einwanderung zu kommen", so Prof. Bukow, "muss eine Vielzahl von überkommenen Mythen, Fehlinformationen, Vorurteilen und Routinen usw. aufgegeben werden".

Insgesamt wurde das Vernetzungstreffen sehr positiv aufgenommen. Die Teilnehmenden schätzten besonders die Offenheit, mit der sie sich begegneten, sie fanden Bestätigung und Bestärkung in ihrem Tun und erhielten neue, wertvolle Ideen. Mit einem Ausblick auf das abschließende Vernetzungstreffen in 2015 endete die Veranstaltung.

Zweites Vernetzungstreffen im Rahmen der "Wissenschaftlich-fachlichen Begleitung: Förderung des sozialen Zusammenhalts durch Etablierung einer Willkommenskultur" am 6. und 7. Mai 2014 im Hotel Schweizer Hof Kassel: Veranstaltungsprogramm

Vortrag Wolf-Dietrich Bukow, FoKoS Universität Siegen: "Willkommenskultur in der Aufnahmegesellschaft"


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