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Dokumentation: OloV-Regionalkonferenzen 2015

Insgesamt 235 Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen aus ganz Hessen, die im Übergang von der Schule in den Beruf aktiv sind, nahmen an den von der hessenweiten Strategie OloV veranstalteten Regionalkonferenzen 2015 teil. Die Konferenzen bildeten den "Kick-off" in eine neue Phase, in der die OloV-Strategie landes- und regionalpolitisch stärker verankert und mit neuen Instrumenten ausgestattet ist. OloV ist eine der beiden sogenannten Stützstrategien der Hessischen Landesregierung, und dient dazu, im Übergang Schule – Beruf die regionalen Aktivitäten der handelnden Institutionen und Personen wirkungsvoller zu vernetzen und mit den landesweiten Zielen zu verbinden.

Um die Qualität von Prozessen und Strukturen im Übergang Schule – Beruf weiter zu optimieren, werden in den nächsten Jahren Handlungsansätze und Zielvereinbarungen auf regionaler Ebene (weiter-)entwickelt. Die OloV-Regionalkonferenzen, die im November 2015 erstmalig durchgeführt wurden, boten den regionalen Akteuren Gelegenheit, die dazu nötigen bildungspolitischen Informationen aus erster Hand zu erfahren, sich in Workshops auszutauschen und Ideen für die Arbeit vor Ort mitzunehmen. Sie richteten sich an OloV-Akteure, politisch Verantwortliche und institutionelle Entscheidungsträger/innen. Die Konferenzen fanden am 18.11.2015 in Wetzlar, am 24.11.2015 in Darmstadt und am 26.11.2015 in Kassel statt.

Eröffnet wurden die Veranstaltungen jeweils von einer Vertreterin bzw. einem Vertreter der Region. Barbara Akdeniz, Sozialdezernentin der Stadt Darmstadt, hielt die Eröffnungsrede der Regionalkonferenz in Darmstadt. Die Konferenz in Wetzlar eröffnete Dr. Gerd Hackenberg, Leiter der Abteilung Aus- und Weiterbildung der IHK Lahn-Dill. Er ist selbst als Regionalkoordinator seit vielen Jahren an OloV beteiligt und stellte in seiner Rede die OloV-Strategie im Lahn-Dill-Kreis vor. In Kassel begrüßte Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises Kassel, die Teilnehmenden.

Den inhaltlichen Schwerpunkt aller drei Regionalkonferenzen bildete der Einstieg in die neue OloV-Förderperiode 2015 – 2017. Bereits vorher war die Steuerung von OloV im Landesausschuss für Berufsbildung mit einem eigenen Unterausschuss OloV vertreten. Dieser ist nun erweitert als "Unterausschuss OloV und Bündnis Ausbildung Hessen". So stellte in jeder Konferenz ein Mitglied dieses Steuergremiums das 2015 als Nachfolger des Hessischen Ausbildungspaktes neu abgeschlossene Bündnis Ausbildung Hessen vor. In Darmstadt war dies Dr. Brigitte Scheuerle, Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern. In Wetzlar wurde der Unterausschuss durch Andreas Haberl, Arbeitsgemeinschaft der hessischen Handwerkskammern, vertreten. In Kassel stellte Christa Weidt-Klaes, Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, das Bündnis Ausbildung Hessen vor.

Ein anderes wichtiges Instrument ist die Bund-Land-Vereinbarung zur Initiative Bildungsketten, in der u.a. die Fortführung der beiden Strategien OloV (Berufs- und Studienorientierung) und QuABB (Reduzierung von Ausbildungsabbrüchen) verankert ist. Deren Inhalte wurden jeweils von einer Vertreterin einer der unterzeichnenden Institutionen vorgestellt: für die Hessische Landesregierung sprach Anne Frielinghaus vom Hessischen Kultusministerium, für die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit Christa Weidt-Klaes.

Kirsten Rowedder, IHK Darmstadt, stellte das Projektbüro Berufs- und Studienorientierung Hessen vor, dass 2015 seine Arbeit aufgenommen hat. Es bietet Fortbildungsveranstaltungen und Serviceangebote für die Akteure im Übergang Schule – Beruf in Hessen.

Besonderes Interesse fand die Präsentation des Konzeptes der "Neuen Berufsfachschule". Hans-Dieter Speier, Leiter des Referats "Berufliche Vollzeitschulformen, Mittelstufenschulen, Fachschulen Sozialwesen, Selbstständige Berufliche Schule" im Hessischen Kultusministerium und Britta Bergmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Technikdidaktik der TU Darmstadt berichteten vom aktuellen Stand der Planung und Erprobung des neuen Schulkonzeptes.

Nachmittags boten jeweils drei Fachworkshops Gelegenheit zum Austausch unter den Teilnehmenden. Die im Rahmen der Konferenzen durchgeführten Fachworkshops hatten die Themen "Attraktivität dualer Ausbildung steigern" (Moderation: Bianca Lenz / Hardy Adamczyk, beide INBAS), "Regionale Strategien und Zielvereinbarungen: Erarbeitung - Umsetzung - Überprüfung" (Moderation: Monika von Brasch, INBAS) sowie "Berufs- und Studienorientierung: Die praktische Umsetzung" (Moderation: Sabrina Wolframm, INBAS).


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