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Studie: Potenziale der Teilzeitberufsausbildung

Eine Teilzeitberufsausbildung bietet die Chance, viele junge Menschen zusätzlich für den Ausbildungsmarkt und als zukünftige Fachkräfte zu gewinnen. Das zeigt die Studie "Teilzeitberufsausbildung: Inanspruchnahme, Potenziale, Strukturen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Circa 290.000 junge Mütter im Alter von 16 bis 24 Jahren leben in Deutschland. Von ihnen hatten zum Befragungszeitpunkt rund 40 Prozent weder einen Berufsabschluss, noch haben sie eine Schule besucht oder waren in einer dualen Ausbildung. Bei den jungen Vätern waren es ungefähr 16.000 (circa 20 Prozent) von insgesamt gut 70.000.

Leider ist Teilzeitberufsausbildung längst noch nicht in notwendigem Maße bekannt. Weder Arbeitsagenturen und Grundsicherungsträger noch die Kammern nutzen ihre Möglichkeiten zur Verbreitung der Teilzeitausbildung ausreichend. Junge Mütter werden oftmals lediglich auf ihr Recht auf Erziehungszeiten verwiesen, selbst wenn diese eine Ausbildung oder Beschäftigung aufnehmen möchten.

Zu den Betrieben gibt es noch keine repräsentativen Erhebungen, aus denen ihre Bereitschaft hervorgeht, in Teilzeit auszubilden. Die Daten des Referenz-Betriebs-Systems (RBS) des BIBB sowie die Auswertung von Projektergebnissen und Sekundärquellen weisen darauf hin, dass die Betriebe dazu bereit sind, wenn sie das Prinzip der Teilzeitberufsausbildung kennen.

Mangelnde Information ist also auch hier die größte Hürde. Erfahrungen zeigen, dass bislang vor allem kleine Betriebe in Teilzeit ausbilden. Diese Form der Ausbildung passt sogar häufig besser in ihren betrieblichen Alltag, z.B. wenn die Ausbilder/innen selbst als Teilzeitkräfte beschäftigt sind.


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