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Rückblick auf die WiP-Fachtagung "Pflegefachkräfte gewinnen – Menschen mit Migrationshintergrund in Pflegeberufen ausbilden"

Am 12. März 2019 veranstaltete das INBAS-Projekt WiP (Wege in die Pflegeausbildung) die Fachtagung "Pflegekräfte gewinnen – Menschen mit Migrationshintergrund in Pflegeberufen ausbilden". Rund 80 Personen, darunter Fachkräfte der Pflegeeinrichtungen, Schulen, Arbeitsagenturen, Jobcenter, Beratungseinrichtungen, Verbände, Behörden und weitere Institutionen nahmen an der Veranstaltung im Mainhaus Stadthotel in Frankfurt teil.

Die Veranstaltung nahm die Möglichkeit der Gewinnung von Pflegekräften aus der Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben, in den Blick. Dabei wurden aktuelle und künftige Herausforderungen bezüglich des Fachkräftebedarfs in den Pflegeberufen benannt und vor dem Hintergrund der in 2020 kommenden Generalisierung der Pflegeausbildung, absehbare Veränderungen und Herausforderungen beleuchtet.

Nach der Begrüßung durch Joachim Winter, Geschäftsführer der INBAS GmbH, stellten Ralf Priester und Narges Yelaghi vom Projekt WiP die Erfahrungen und Ergebnisse der Projektarbeit aus den vergangenen zwei Jahren vor. Das Projekt WiP informiert Frauen und Männer mit Migrationshintergrund über Möglichkeiten der Aufnahme einer Ausbildung in der Pflege, berät Interessierte und begleitet und unterstützt sie vor und während der Ausbildung auf vielfältige Weise. In einer moderierten Gesprächsrunde schilderten sechs Projektteilnehmende ihre persönlichen Erfahrungen und Herausforderungen, mit denen sie vor und während der Ausbildung konfrontiert werden. Dabei wurden mangelnde Sprachkenntnisse, fehlende Schulabschlüsse, das Verfahren zur Anerkennung von ausländischen Schulzeugnissen und vor allem die Kinderbetreuung in den Tagesrandzeiten als die wesentlichen Hürden auf dem Weg zur und durch die Ausbildung benannt.

Daraufhin referierte Tobias Maier vom Bundesinstitut für Berufsbildung über den Fachkräftebedarf in der Pflege und über aktuelle und künftige Herausforderungen. Er untermauerte künftige Anstrengungen von allen Beteiligten aus Politik, Pflegebranche und anderen Bereichen, damit Menschen mit Migrationshintergrund erfolgreich Anteil haben, den Pflegekräftebedarf zu decken.

Anschließend brachte Jochen Weimer vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben dem Publikum in seinem Vortrag "Generalistische Ausbildung - Informationen zum aktuellen Stand und zu den anstehenden Veränderungen" die ab 2020 kommende Reform der Pflegeausbildung näher. Er betonte dabei, dass nicht nur auf die Auszubildenden neue Herausforderungen zukämen, so beispielsweise durch die umfassenden Praktika in den Bereichen Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege, sondern auch auf die Ausbildungsbetriebe, unter anderem durch deren kurzzeitige und wechselnden Präsenzen der Auszubildenden in den Häusern.

Am Nachmittag wurden in drei Arbeitsgruppen aus den je verschiedenen Perspektiven der Fachschulen, der Ausbildungsbetriebe und des Projektes WiP Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen in der Pflegeausbildung für Menschen mit Migrationshintergrund diskutiert und erläutert.

Zum Abschluss der Fachtagung wurde der WiP-Dokumentarfilm „Mitten im Leben - Vier Frauen auf ihrem Weg in den Pflegeberuf“ gezeigt. Im Dokumentarfilm werden vier nach Deutschland zugewanderte Frauen porträtiert, die eine Pflegeausbildung im Rahmen der Projektarbeit aufgenommen bzw. schon abgeschlossen haben. Der Film präsentiert Beispiele gelungener beruflicher und gesellschaftlicher Integration.

Weitere Informationen zum Projekt WiP (Wege in die Pflegeausbildung) finden Sie unter https://wip-hessen.de/.


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