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IAB-Betriebspanel 2014 macht Erfolg und Notwendigkeit von QuABB deutlich

Die Ausbildungsbeteiligung hessischer Betriebe liegt stabil bei 30%. Dies ist eines der Ergebnisse der vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) jährlich in Auftrag gegebenen Betriebsbefragung (IAB Betriebspanel). Erfreulich ist auch, dass sich die Ausbildungsquote – also das Verhältnis zwischen Arbeits- und Ausbildungsplätzen – in Hessen mit 4,8 Prozent sogar leicht erhöht hat. 2014 wurden knapp 60.000 Ausbildungsstellen angeboten - das bisher höchste Ergebnis seit Beginn des hessischen Panels im Jahr 2000.

Allerdings blieben circa 11.000 Ausbildungsplätze unbesetzt – rund 2000 mehr als im Vorjahr. Gründe hierfür sind sinkende Schülerzahlen und der anhaltende Trend zum Besuch weiterführender Schulen bzw. der Aufnahme eines Studiums.

Hinzu kommt, dass jeder neunte im vergangenen Ausbildungsjahr geschlossene Vertrag noch im gleichen Jahr wieder gelöst wurde. Besonders häufig kam es in kleinen Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten zu Vertragslösungen. Für Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir besteht hier Handlungsbedarf: "Wir wollen in Hessen mehr Jugendlichen eine duale Ausbildung ermöglichen, und dazu muss auch die Zahl der Ausbildungsabbrüche weiter verringert werden."

Insgesamt schneidet Hessen im Vergleich mit anderen Bundesländern bei der Vertragslösungsquote allerdings gut ab: Nur Baden-Württemberg und Bayern haben niedrigere Quoten. "Ein Grund dafür ist das in Hessen künftig flächendeckend eingesetzte, sehr erfolgreiche Programm QuABB – Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb. Es identifiziert abbruchgefährdete Jugendliche und ermöglicht so durch gezielte Ausbildungsbegleitung und Motivation in der ganz überwiegenden Zahl der Fälle eine erfolgreiche Fortsetzung der Ausbildung", erläuterte der Minister.


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