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Hessisches Landesprogramm QuABB bis Mitte 2015 verlängert

Das von der INBAS GmbH durchgeführte erfolgreiche Programm QuABB zur Vermeidung abgebrochener Berufsausbildungen wird durch die Hessische Landesregierung bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Dies teilten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Kultusminister Alexander Lorz am 27.05.2014 mit.

"Der Abbruch einer Ausbildung bedeutet nicht nur Zeitverlust, sondern oft auch ein persönliches Erlebnis des Misserfolgs. QuABB ist deshalb eine große Hilfe für die jungen Menschen, aber auch für die hessische Wirtschaft, die auf Fachkräftenachwuchs angewiesen ist", sagte Wirtschaftsminister Al-Wazir. Kultusminister Alexander Lorz ergänzte: "Die Unterstützung von jungen Menschen und die Sicherung des Fachkräftenachwuchses sind eine gemeinsame Aufgabe – für uns, für die Wirtschaft und für die Akteure vor Ort. QuABB hat den Grundstein für ein dauerhaftes Unterstützungs- und Beratungsnetzwerk gelegt".

Berufspädagogische Begleitung kann die Zahl von Ausbildungsabbrüchen deutlich senken. Dies hat das 2009 in Hessen gestartete Programm "Qualifizierte berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb" (QuABB) gezeigt. Wie die Auswertung im Rahmen der wisschenschaftlichen Begleitung durch die Hessen Agentur ergab, setzten 70% der Teilnehmenden, die vor dem Abbruch der Ausbildung standen, mit Hilfe der QuABB-Beratung und Unterstützung ihre Ausbildung fort – davon haben rund 10% ihre Ausbildung zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen. 93% der unterstützten Auszubildenden empfehlen QuABB weiter.

Bei QuABB können sich Jugendliche, die eine laufende Ausbildung abbrechen wollen, an berufspädagogisch qualifizierte Beraterinnen und Berater wenden, um im vertraulichen Dialog die Ursachen des drohenden Scheiterns zu ergründen. Gemeinsam mit allen Akteuren der beruflichen Bildung können so individuelle Perspektiven entwickelt werden, doch noch den Abschluss zu erreichen.

Das Programm wurde gemeinsam vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und vom Hessischen Kultusministerium ins Leben gerufen und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Hessens finanziert. Für das Gesamtprojekt sind in der Laufzeit von 2009 bis 2015 insgesamt rund 10 Mio. Euro vorgesehen.

Warum die Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen eine so bedeutende Aufgabe ist, zeigt ein Blick in den vorläufigen Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2014 des Bundesinstituts für Berufsbildung: Bundesweit wurden in 2012 gut 24% aller Ausbildungsverhältnisse vorzeitig gelöst - rund ein Drittel der betroffenen Jugendlichen bleibt auch dauerhaft ohne Ausbildungsabschluss.

Mit der wissenschaftlichen Begleitung des Programms war die Hessen Agentur betraut. "Die Arbeiten waren für die Etablierung, Steuerung und stetige Ausweitung von QuABB in die hessischen Landesteile sehr wertvoll", sagte Folke Mühlhölzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der HA Hessen Agentur GmbH: "Jetzt gilt es, auf dieser Basis aufzubauen und noch mehr potenzielle Ausbildungsabbrecher zu erreichen."


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