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Gemeinsam mehr bewirken. 15 Jahre hessenweite Strategie OloV

Intensive Beratung verkürzt den Weg von der Schule in die Berufsausbildung erheblich.

Dieses Fazit zogen am Donnerstag Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir zum 15jährigen Bestehen der hessenweiten Strategie OloV („Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf“). „Die Zahl der Jugendlichen im sogenannten Übergangsbereich – Maßnahmen für unversorgte Bewerberinnen und Bewerber – ist in Hessen in den vergangenen Jahren immer kleiner geworden, die Zahl der Neuverträge ist bis zur Corona-Krise gestiegen“, sagte Wirtschaftsminister Al-Wazir. „Dazu hat die bundesweit einmalige OloV-Strategie einen wichtigen Beitrag geleistet.“

„Wenn es um den Übergang von der Schule ins Berufsleben geht, ist OloV seit Jahren eines unserer Aushängeschilder, denn es hilft jungen Menschen dabei, den Job zu finden, der zu ihnen passt“, erklärte Kultusminister Lorz. „Indem wir Schülerinnen und Schülern im Rahmen unserer beruflichen Orientierung frühzeitig Perspektiven in unseren hessischen Zukunftsbranchen aufzeigen, beugen wir Ausbildungsabbrüchen vor und sichern gleichzeitig die Attraktivität unseres Wirtschaftsstandorts.“  

Als OloV 2005 ausgearbeitet wurde, fehlte es an Ausbildungsstellen. Land, Kommunen, Kammern, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften und Arbeitsverwaltung beschlossen deshalb eine Strategie, um Jugendliche besser auf die Ausbildung vorzubereiten und sie früh bei der Auswahl des richtigen Berufswegs zu unterstützen. Dazu wurden Qualitätsstandards formuliert und regionale Strukturen aufgebaut. 
Heute findet Berufliche Orientierung an allen hessischen Schulen statt, 28 regionale Netzwerke bemühen sich, Jugendlichen eine berufliche Perspektive in der jeweiligen Region zu bieten. Dies trägt zur Fachkräftesicherung und damit letztlich zur Zukunftsfähigkeit einer Region bei. Im Ausbildungsjahr 2019/20 waren noch 16.130 Jugendliche im Übergangsbereich – 30 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. 

Al-Wazir und Lorz würdigten die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Auch in Zeiten von Corona werden gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Die OloV-Strukturen helfen uns, junge Menschen bestmöglich auf den Beruf vorzubereiten und tragen damit auch zur Stabilisierung der Wirtschaft bei. Jugendliche sollten gerade jetzt ihre Chancen nutzen, Beratungsangebote aufsuchen und sich auf offene Ausbildungsstellen bewerben.“   

OloV wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Wirtschaftsministeriums, des Kultusministeriums und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds. Seit 2005 ist die Koordination der hessenweiten Strategie OloV bei der INBAS GmbH angesiedelt. In allen hessischen Regionen werden regionale Strategien umgesetzt, um den Übergang von der Schule in den Ausbildungsmarkt zu optimieren. INBAS bietet dazu Beratung, Moderation, Seminare, Fachveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Informationen zu OloV finden Sie auf der Projektwebsite.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW), Pressemitteilung vom 16.07.2020


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