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EU-Studie zur Rolle von Männern bei der Gleichstellung von Frauen und Männern

Die durch die Europäische Kommission in Auftrag gegebene Studie zur Rolle von Männern in der Gleichstellungspolitik der Geschlechter steht kurz vor der Fertigstellung. Gemeinsam mit L & R Sozialforschung und abz*austria aus Wien sowie Dissens e.V. aus Berlin führte das Brüsseler Büro von INBAS die Untersuchung durch.

Die Europäische Union setzt seit vielen Jahren eine Gleichstellungsstrategie um, wobei der Blick in erster Linie auf der Frage nach der Rolle der und dem Veränderungspotenzial für Frauen in der Gesellschaft lag. Genderpolitik wurde lange als Frauensache begriffen, auch auf europäischer Ebene. Die Studie ist eine von mehreren Initiativen der Europäischen Kommission, die darauf abzielen, das Bewusstsein und den Fokus der Politikanalysen in der Gleichstellungspolitik um die Gruppe der Männer zu erweitern.

Vor diesem Hintergrund wurden drei Themenbereiche untersucht: Männer und Pflege, Männer und Arbeit sowie Männer und Chancengleichheit. Die Studie gibt Hinweise, wie Männer in häusliche Aufgaben und Pflegeanforderungen eingebunden sind, wie sie Verantwortung übernehmen und wie Gleichberechtigung im Arbeitsleben umgesetzt wird, z.B. durch die Förderung und Integration von Männern in Berufssparten, die überwiegend weiblich besetzt sind oder die Nutzung von Teilzeitbeschäftigung. Darüber hinaus wird die übergreifende Frage untersucht, wie Anliegen des männlichen Geschlechts in der Gleichstellungspolitik vertreten sind und wie sie als Querschnittsfrage in anderen Politikbereichen behandelt wird, beispielsweise bei Gesundheit, Gewaltprävention etc. Der Bericht beschreibt ebenfalls das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines Festhaltens an traditionellen Geschlechterrollen und die Vorteile einer Gleichstellung aus Sicht der Männer.

Die Studie basiert auf der Auswertung vorhandener wissenschaftlicher Literatur, einer europaweiten qualitativen Untersuchung durch nationale Fachleute aus insgesamt 31 Ländern der EU und der EFTA-Staaten und quantitativen Analysen relevanter Datensätze des Statistischen Amtes der EU. Es wurden drei thematische Workshops mit Fachleuten und Vertreter/inne/n von Regierungen und EU Institutionen in Brüssel organisiert, deren Reflexionen in die Studie miteinflossen. Mitte September dieses Jahres fand in Brüssel die Abschlusskonferenz statt, zu der sich mehr als 100 Teilnehmende aus Forschung, Politik und Verwaltung trafen, um die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen der Studie zu diskutieren. Die Veröffentlichung der Studie wird nach der Freigabe durch die Europäische Kommission erfolgen.


Weitere Informationen zur Studie sind erhältlich bei INBAS, Büro Brüssel, Birgit Rasehorn, rasehorn@remove-this.inbas.com.


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