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Bundesweite Tagung zum Übergang Schule - Beruf: Erfolgreiche OloV-Strategie wird fortgeführt

Staatssekretär Dr. Philipp Nimmermann vom Hessischen Wirtschaftsministerium eröffnete am 22.10.2019 die bundesweite Tagung „Gleiches Ziel, vielfältige Ansätze. Strategien und regionale Herausforderungen am Übergang Schule - Beruf“ in Limburg. Rund 230 Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen des Ausbildungsmarkts waren der Einladung des hessischen Wirtschafts- und hessischen Kultusministeriums gefolgt.

Die hessenweite Strategie OloV ist die Dachmarke für alle Aktivitäten im Übergang Schule - Beruf in Hessen. OloV steht für „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule - Beruf“. Ziel der Strategie ist es, die Qualität der Prozesse zu sichern und Parallelstrukturen zu vermeiden, so dass Jugendliche den Einstieg in ihre berufliche Zukunft ohne unnötige Umwege schaffen. Die Hessenweite Koordination der OloV-Strategie ist angesiedelt beim INBAS Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH in Offenbach.

„Das Besondere an OloV ist, dass die Akteurinnen und Akteure vor Ort festlegen, wie sie den jungen Menschen bei der Berufsorientierung helfen können. Denn die Angebote und auch die Bedürfnisse nach Unterstützung sind nicht überall gleich“, betonte der Staatssekretär und verwies auf die Qualitätsstandards, die für alle OloV-Partner eine gemeinsame Grundlage bilden. In Hessen wurde auf diese Weise ein tragfähiges Konzept geschaffen, das durch das Engagement der Fachleute in den Regionen lebt und hinter dem das Wirtschafts- wie das Kultusministerium und alle Partner des Bündnisses für Ausbildung stehen.

Die aktuelle Förderphase läuft seit 1. Januar 2018 und endet zum 31. Dezember 2019. Damit war die Fachtagung in Limburg zugleich die Abschlussveranstaltung der fünften Förderphase. „Wir werden OloV weiter finanziell unterstützen“, sagte Staatssekretär Nimmermann abschließend. „Eine neue Förderperiode startet zum 1. Januar 2020 und läuft dann weiter bis Ende 2021.“ Gefördert werden innerhalb des Projekts zum Beispiel die Beratung und das Coaching der regionalen Akteure, regionale Veranstaltungen, zentrale Seminare bzw. Workshops und Öffentlichkeitsarbeit.

Dr. Ingo Böhringer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung betonte, dass der Übergang von der Schule in den Beruf auch in der Bundespolitik ein wichtiges Thema ist. Unter dem Titel "Wie ticken Jugendliche?" stellte Wiebke Jessen von der SINUS:akademie Forschungsergebnisse zu den Lebenswelten Jugendlicher vor und gab damit Impulse zu der Frage, wie sich die unterschiedlichen Milieus erreichen und für Ausbildung interessieren lassen. Monika von Brasch vom Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) gab einen Überblick über die Entwicklung der OloV-Strategie von ihren Anfängen bis heute. Ingrid Schleimer vom Arbeitsministerium in Nordrhein-Westfalen und Anja Stephan vom sächsischen Kultusministerium stellten dar, welche Strategien ihre Länder für den Übergang von der Schule in den Beruf entwickelt haben.

Am Nachmittag boten drei Foren Gelegenheit zur Vorstellung von Praxisbeispielen und zum landesübergreifenden Austausch. Themen waren: die speziellen Herausforderungen der beruflichen Orientierung im ländlichen Raum, das Zusammenwirken landes- und bundesweiter Entwicklungen sowie mögliche Synergien zwischen Landes- und Bundesprogrammen am Beispiel von OloV und dem Kommunalen Bildungsmanagement.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Pressemitteilung vom 22.10.2019

www.olov-hessen.de


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