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BeA+ in Wiesbaden: Verleihung des Hessischen Integrationspreises

Der Trommelwirbel war groß: Mit der international besetzten Percussion Combo "Modou Seck" wurde am 16.11.2016 in Wiesbaden die Preisverleihung zum Hessischen Integrationspreis eingerahmt. Mit dabei im Schloss Biebrich waren Mitarbeitende des Instituts für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS), da das INBAS-Projekt "Berufseinsteigerinnen in die Altenpflege (BeA+)" mit dem ersten Preis geehrt wurde.

Die Jury wählte das Beratungsprojekt, weil es zur Gewinnung von Fachkräften in der Altenpflege Frauen mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 20 und 55 Jahren anspricht, die in das Arbeitsleben erstmals oder wieder einsteigen wollen. Dabei unterstützt das Projektteam die Frauen vor und während der Ausbildung, beispielsweise bei der Prüfungsvorbereitung. Die Teilnahme an diesem Projekt bereitet auf verschiedene Ausbildungsgänge vor — die einjährige Ausbildung zur Altenpflegehelferin und darauf aufbauend eine verkürzte Ausbildung zur Altenpflegerin oder die umfassende dreijährige Ausbildung — und begleitet die Teilnehmerinnen während der Ausbildung.

Die Begrüßung übernahm Staatsminister Stefan Grüttner gemeinsam mit Staatssekretär Jo Dreiseitel, Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung, im Namen des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. "Bei gelingender Integration ist Zuwanderung eine Chance zur Fachkräftesicherung und ein Beitrag zur Abmilderung demografischer Folgen. Neben dem inländischen Fachkräftepotenzial setzen wir deshalb auch auf die Steigerung der Attraktivität Hessens für internationale Fachkräfte", so Grüttner.

"Sie leisten eine nachhaltige Arbeit für Zugewanderte und Einheimische. Ich hoffe, dass Sie der Preis der Hessischen Landesregierung in Ihrer Arbeit bestärken wird", gratulierte auch Dreiseitel den Preisträgerinnen und Preisträgern.

Diese waren im Fall von INBAS nicht nur durch das Beratungsteam von BeA+ vertreten, auch elf Teilnehmerinnen waren in die Landeshauptstadt gekommen — schließlich haben sie mit ihrem Engagement und ihrer Entschlossenheit ebenso zum Erfolg des Projekts beigetragen. Dort empfing sie die Laudatio von Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks, der auch der achtköpfigen Jury angehört hatte. So verbindet BeA+ nach Meinung der Jury am besten die beiden Bestandteile des diesjährigen Preisthemas "Integration und Fachkräfte": "Die Jury sieht in dem Projekt ein herausragendes Vorbild zur nachhaltigen Förderung der Erwerbstätigkeit von Migrantinnen und zur Gewinnung von Pflegekräften in der Altenpflege", so die Begründung für die Auszeichnung.

Die Landesregierung hat den Hessischen Integrationspreis ins Leben gerufen, um die Herausforderungen und Erfolge der Integration in Hessen sichtbarer zu machen und zu stärken. Der Preis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. In diesem Jahr haben sich 55 Projekte um den Hessischen Integrationspreis beworben. Nach intensiven Beratungen hat die Jury beschlossen, die Auszeichnung an vier Projekte zu verleihen: Neben dem mit 8.000 Euro dotierten ersten Preis für "BeA+", ging der zweite Preis und damit verbunden 6.000 Euro an das Projekt "Joblinge Kompass" aus Frankfurt. Die weiteren Preise gehen an das Projekt "Flüchtlinge und Asylbewerber ins Bauhandwerk" aus Waldeck-Frankenberg (4.000 Euro Preisgeld) und an das "Interkulturelle Personalmanagement zur Integration von Fachkräften" der Firma Erbatech in Erbach (2.000 Euro Preisgeld).

Anlässlich der Preisverleihung wurde INBAS zuvor von HR-Redakteur Wolfgang Hettfleisch besucht. Der Bericht über BeA+ ist ab Minute 1:38 zu hören: mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/hr4_rheinmain/hr4_rheinmain_20161116_71961019.mp3


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