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Ausbildungsabbrüche weiter reduzieren — QuABB ab 2016 in ganz Hessen

Obwohl die Ausbildungsquote in Hessen stetig steigt, liegt die Vertragslösungsquote für Hessen im Jahr 2013 nach Angaben des Bundesinstituts für Berufliche Bildung (BIBB) bei 23,1%. Mit dem Ausbau der "Qualifizierten Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB)" setzt das Wirtschaftsministerium nun ein wirksames Instrument in ganz Hessen um: Eine landesweite Stütz- und Steuerungsstruktur soll ab jetzt allen 26 hessischen Kreisen und kreisfreien Städten dabei helfen, Abbrüche in der dualen Ausbildung zu vermeiden.

Hessen ist ein starkes Bundesland in dualer Ausbildung, die Ausbildungsbeteiligung der hessischen Betriebe liegt stabil bei 30% und die Ausbildungsquote stieg 2014 auf 4,8%, so das Ergebnis des IAB-Betriebspanels. Dennoch haben Betriebe zunehmend Probleme, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Hinzu kommt, dass nach Angaben des IAB-Betriebspanels jeder neunte Ausbildungsvertrag bereits im ersten Ausbildungsjahr gelöst wird. Besonders häufig kam es in kleinen Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten zu Vertragslösungen.

Spätestens an dieser Stelle setzen die Maßnahmen von QuABB an. Die Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB) unterstützt Auszubildende, Betriebe, Berufsschulen und Eltern dabei, Probleme in der Ausbildung frühzeitig wahrzunehmen, und hilft durch professionelle Beratung und Begleitung, drohende Ausbildungsabbrüche abzuwenden. Das Unterstützungsangebot des Hessischen Wirtschaftsministeriums wurde in den letzten sechs Jahren in einer Modellphase in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium erprobt und wird nun auf ganz Hessen ausgeweitet.

Ziel ist es, ein landesweites Unterstützungssystem für Ausbildungen in Krisen zu etablieren, das sowohl akut als auch präventiv wirkt. Denn die Erfolgszahl von 70 Prozent stabilisierten Ausbildungsverhältnissen in bislang 15 hessischen Städten und Landkreisen soll künftig auch in allen 26 hessischen Regionen erreicht werden.

Fachkräftesicherung durch gemeinsames Engagement

Für Jugendliche ist eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung der Grundstein ihrer beruflichen Zukunft. Betriebe wiederum investieren in Ausbildung, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Angesichts des demografischen Wandels gewinnt die Nachwuchssicherung immer mehr an Bedeutung.

Die regionalen Arbeitsmarktpartner haben sich zum Ziel gesetzt, alle Potenziale zu nutzen, damit der steigende Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften auch zukünftig gedeckt werden kann. Diese Absicht wird bekräftigt durch den "Pakt für Ausbildung Hessen" auf Landesebene und auf Bundesebene durch die "Allianz für Weiterbildung". Beide Bündnispapiere sehen QuABB als wichtiges Instrument zur Fachkräftesicherung.

Mit der Entscheidung für die hessenweite Ausdehnung von QuABB beabsichtigt die hessische Landesregierung, die Quote der faktischen Ausbildungsabbrüche in Hessen zu senken, und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Rahmen der vielfältigen Maßnahmen zur langfristigen Fachkräftesicherung in Hessen. Professionelle Beratungsfachkräfte helfen schnell und unbürokratisch. Sie schlichten, organisieren fachliche Unterstützung und bieten in Zusammenarbeit mit Betrieben, Kammern und Berufsschulen eine wirksame berufspädagogische Begleitung für Auszubildende an. Für ihre Wirksamkeit werden die Ausbildungsbegleitungen mit einer ganzheitlichen Ausrichtung an der Lebenswelt der Jugendlichen fortgeführt oder eingerichtet.

Die Ausbildungsbegleitungen werden bis zum Juni nächsten Jahres hessenweit mit QuABB-Standorten verankert sein. Begleitet werden die Fachleute vor Ort von der Koordinierungsstelle beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS GmbH) in Offenbach am Main. QuABB wird gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds.

Download der Pressemitteilung (PDF 234KB)

Kontakt

Koordinierungsstelle QuABB
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Renate-A. Böning / Hanne Holm
INBAS GmbH
Herrnstraße 53, 63065 Offenbach
Tel.: 069 27224-721, Fax: 069 27224-30
Mail: boening@inbas.com


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