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"Arbeitsmarktprobleme junger Erwachsener ohne Berufsabschluss verschärfen sich" – DGB-Studie empfiehlt Qualifizierungsprogramm

"Im internationalen Vergleich glänzt Deutschland mit relativ niedriger Jugendarbeitslosigkeit. (...) Doch von der Öffentlichkeit bisher kaum registriert, baut sich auch in Deutschland eine zahlenmäßig relativ große und stabile Gruppe auf, deren Arbeitsmarktprobleme sich verschärfen. Rund ein Sechstel aller jungen Menschen zwischen 25 und 34 Jahren hat beispielsweise keinen Berufsabschluss, geht nicht zur Schule oder absolviert keine Ausbildung".

So beginnt eine aktuelle Studie zur Situation junger Erwerbsloser ohne Berufsabschluss, die der DGB am 6. Februar 2013 vorgelegt hat. Diese kommt zu alarmierenden Ergebnissen: So hat sich die Chancenungleichheit auf dem Arbeitsmarkt bei einem Teil der jungen Erwachsenen deutlich verstärkt, bei einer Teilgruppe mit fehlendem Berufsabschluss droht sich Perspektivlosigkeit zu verfestigen (S. 14).

Die Expertise analysiert die Situation dieser Zielgruppe auf dem Arbeitsmarkt und entwickelt auf dieser Grundlage konkrete Forderungen an die Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik. Der Autor, Dr. Wilhelm Adamy, empfiehlt ein Sonderprogramm zur Qualifizierung junger Erwachsener ohne Berufsabschluss. Bezugnehmend auf die vorgelegte Studie fordert der DGB zusätzliche Maßnahmen zur abschlussbezogenen Qualifizierung junger Erwachsener ohne Berufsabschluss im Hartz-IV-System. "Wenn wir jetzt nicht mehr in die Bildung dieser jungen Menschen investieren, wird das zu hohen sozialen und arbeitsmarktpolitischen Folgelasten führen", warnt Arbeitsmarkexperte Adamy.

Der DGB stellt die Studie auf seiner Website zum Download bereit: Adamy, Wilhelm: Arbeitsmarktprobleme junger Erwachsener ohne Berufsabschluss verschärfen sich (PDF, 159 kB)


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