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Bericht und Empfehlungen zu Arbeit und Bildung in beteiligten Justizvollzugsanstalten

Ergebnisse einer detaillierten Bestandsaufnahme der Arbeits- und (Aus-)Bildungsangebote in acht Justizvollzugsanstalten fasst eine neu erschienene Broschüre mit dem Titel "Bericht und Empfehlungen zu Arbeit und Bildung in beteiligten Justizvollzugsanstalten" zusammen. Die Broschüre ging aus dem Projekt "Nachqualifizierung im Südwestverbund – eine Chance für Straffällige in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland" hervor, das von September 2010 bis August 2013 durch das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik - INBAS GmbH und die Justizministerien der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland durchgeführt wird.

Die im Jahr 2011 durchgeführte Datenerhebung zeigte, dass JVAen in eigenen und externen Unternehmerbetrieben neben einfachen Tätigkeiten auch komplexere Arbeiten durchführen. Der Autor schlägt daher vor, "lernhaltige" Arbeitsprozesse auch für Qualifizierungen während der Haft stärker zu nutzen. Untersucht wurde auch, ob JVAen überhaupt arbeitsmarktnah qualifizieren. Die knappe Antwort: Sie tun es. Interessant ist, dass Ausbildungen auf Helferniveau im Bereich Gebäudereinigung und Lagerlogistik gute Arbeitsmarktchancen haben, in anderen Branchen verbessern höherwertige Ausbildungen die Verwertungschancen. Daran schließt sich die Darstellung ausgewählter Ergebnisse an: Beschrieben werden drei Dokumentationsinstrumente sowie sechs Qualifizierungsmaßnahmen, die durch das Projekt initiiert wurden.

Die Broschüre schließt mit Empfehlungen zur beruflichen Bildung im Strafvollzug, die sich an Vollzugsanstalten, Justizministerien, Kammern und Arbeitsagenturen richten.

Das Projekt "Nachqualifizierung im Südwestverbund" wurde im Rahmen des Programms "Perspektive Berufsabschluss" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Informationen zum Projekt unter: www.nq-suedwest.inbas.com.


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