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Projekt

Beratung zur Verbesserung der Betroffenenbeteiligung und der Nachhaltigkeit der Projekte des Sozialen Investitionsfonds in El Salvador

Auftraggeber: Kreditanstalt für Wiederaufbau und Sozialer Investitionsfonds (FISDL) von El Salvador

Projektpartner: Das Projekt wurde als Konsortium von INBAS, SANIPLAN (deutsche Consulting) und FUSAI (Nichtregierungsorganisation aus El Salvador) durchgeführt.

Projektbeginn: 01.07.1996

Projektende: 31.08.1998

Soziale Investitionsfonds sind Institutionen, die in vielen Ländern der Dritten Welt im Zuge der Strukturanpassungsmaßnahmen entstanden sind und deren Auswirkungen auf die ärmsten Bevölkerungsgruppen durch Schaffung von sozialer Infrastruktur und Arbeitsplätzen abmildern sollen. Finanziert werden diese Maßnahmen in der Regel durch Kredite bei Weltbank, IDB, KfW u. a. Ursprünglich gedacht als Institutionen, die nur einige Jahre existieren sollten (Notstandsprogramme), werden die Sozialen Investitionsfonds, v.a. im Bereich der Infrastruktur und lokalen Entwicklung, mittlerweile zu festen Bestandteilen der Regierungsstrategie in vielen Ländern.

Das Ziel des Beratungsprojektes bestand darin, durch geeignete Maßnahmen die Beteiligung der Betroffenen (dies waren in der Regel die ärmsten Bevölkerungsschichten des Landes) bei der Identifizierung, Planung, Durchführungskontrolle und Instandhaltung der Projekte des FIS zu verbessern und dadurch eine größere Nachhaltigkeit zu garantieren. Gleichzeitig wurde durch die verstärkte Einbeziehungen der betroffenen Bevölkerung inklusive der lokalen Regierungen ein Beitrag zur Dezentralisierung des Landes geleistet.
 

Projektkomponenten

Das Projekt beinhaltete verschiedene Komponenten, u.a.:

  • Schwachstellenanalyse und Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen zur Arbeitsweise des FIS
  • Entwicklung eines neuen Projektzyklus. Da der FIS eine Institution ist, die eine große Zahl von Projekten (mehrere hundert) gleichzeitig durchführt, ist ein standardisiertes Verfahren notwendig, das eine effiziente Projektdurchführung garantiert. Dieses bereits existierende Verfahren sollte durch die Beratung dergestalt verändert werden, daß eine größere Betroffenenbeteiligung im Projektzyklus ermöglichte.
  • Ausarbeitung von partizipativen Planungsmethoden und der dazugehörigen Materialien, die eine stärkere Beteiligung der Zivilgesellschaft an den Projekten garantieren.
  • Ausarbeitung von Methoden, die eine Durchführungskontrolle der Projekte durch die betroffene Bevölkerung ermöglichen.
  • Implementierung von Pilotprojekten, um die "Praxistauglichkeit" der neuen Methoden zu überprüfen.
  • Weiterbildung der Mitarbeiter der Institution, sowohl im Hinblick auf die Anwendung partizipativer Methoden als auch im Hinblick auf die neue Rolle, die die Regierungspolitik von El Salvador dem FIS zuschreibt (Promotor der lokalen Entwicklung).
     

Innovative Elemente

Im Gegensatz zu sonst häufigen Beratungsmethoden wurde in diesem Projekt versucht, die Rolle des Beratungsteams (das sich aus internationalen und lokalen Fachkräften zusammensetzt) zu relativieren. Das Team verstand sich nicht als Gruppe von Experten, die die Institution besserwissend von außen berät, sondern sah seine Rolle als Moderador eines institutionellen Veränderungsprozesses. Hierdurch war eine Nutzung des Veränderungspotentials und der Fähigkeiten der Mitarbeiter des FIS möglich, gleichzeitig wurde dadurch die Nachhaltigkeit der Beratung selbst gewährleistet.

Kontakt

Rolf Kral-Sosa Acosta
INBAS Lateinamerika-Büro
E-Mail: kral@remove-this.inbas.com

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