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Projektbeschreibung

BMBF-Pilotinitiative: Entwicklung eines Leistungspunktesystems in der beruflichen Bildung (DECVET) - Schnittstelle zwischen Berufsausbildungsvorbereitung und dualer Ausbildung

 

Auftraggeber / Förderung durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Betreuung und Wissenschaftliche Begleitung: Die Pilotinitiative DECVET wird im Auftrag des BMBF vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) betreut und von einem Konsortium der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Friedrich-Schiller-Universität Jena wissenschaftlich begleitet.

Kooperationspartner: INBAS GmbH und Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. (BWHW)

Projektbeginn: 01.11.2007

Projektende: 30.04.2010

Land: Deutschland

 

Ziel der Pilotinitiative DECVET

Ziel der Pilotinitiative war es, in zehn bundesweit angesiedelten Pilotprojekten transferierbare Verfahren zur Anrechnung von Lernergebnissen in der beruflichen Bildung zu entwickeln und zu erproben, die es ermöglichen, die Mobilität und Durchlässigkeit innerhalb und zwischen den Bildungssystemen zu verbessern. Die Initiative orientiert sich an den Gegebenheiten des deutschen Berufsbildungssystems (duales System, Berufskonzept) und berücksichtigt die auf europäischer Ebene entwickelten Rahmenbedingungen und Eckpunkte (Europäischer Qualifikationsrahmen, Europäisches Leistungspunktesystem für die berufliche Bildung).

Die zehn Pilotprojekte waren an vier Schnittstellen im beruflichen Bildungssystem angesiedelt: An der Schnittstelle zwischen Berufsausbildungsvorbereitung und dualer Ausbildung, innerhalb der dualen Ausbildung an der Schnittstelle berufsbildübergreifender Qualifikationen, an der Schnittstelle zwischen dualer Ausbildung und vollzeitschulischer Berufsausbildung sowie zwischen Berufsausbildung und beruflicher Fortbildung.

 

Schnittstelle 1 - Zwischen Berufsausbildungsvorbereitung und dualer Ausbildung

BWHW und INBAS haben den Auftrag, ein transferierbares Anrechnungsverfahren an der Schnittstelle zwischen der Berufsausbildungsvorbereitung und Berufsausbildung zu entwickeln und zu erproben. Am Beispiel der Metallberufe wurde im Ergebnis gezeigt, wie ein solches Verfahren aussehen kann.

Die Aufgaben der Pilotprojekte bestanden in der

  • Definition von Lerneinheiten (i)
  • Bewertung, Validierung und Dokumentation der Lernergebnisse (ii)
  • Entwicklung von Leistungspunkten (iii)
  • Entwicklung und Erprobung von Anrechnungsverfahren (iv).

 

Umsetzung

  • Eine Steuerungsgruppe beriet das Projekt auf der strategischen und eine Reflexions- und Beratungsgruppe auf der fachlichen Ebene. Denn Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung und eine fundierte Ergebnisfindung war die aktive Mitwirkung der zentralen Akteure und Akteurinnen und Institutionen der Berufsbildung (bottom-up-Ansatz). Hierdurch können die anspruchsvollen Inhalte in enger Abstimmung und Zusammenarbeit erfolgreich realisiert und die Gestaltungskräfte aller Beteiligten durch regelmäßigen Austausch gebündelt werden.
  • Das Herzstück des Projekts bestand in der Definition von Lerneinheiten (unit of learning outcomes). Hier wird outcome-orientiert beschrieben, welche Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen nach Abschluss eines Lernprozesses vorliegen und zwar unabhängig vom Lernort selbst. Inhaltliche Grundlage bilden die Ausbildungsrahmenpläne und Ausbildungsrahmenlehrpläne der Metallberufe. Eine zentrale Voraussetzung für Anrechnung bestand in der Qualitätssicherung. In der Berufsausbildungsvorbereitung mussten deshalb Lernergebnisse erzielt werden, die mit denen vergleichbar waren, die im ersten (halben) Jahr in der Ausbildung typischerweise erreicht werden (Äquivalenz).
  • Um zu prüfen, ob die Lernergebnisse erfüllt wurden, wurden Verfahren zur Bewertung sowie Möglichkeiten der Validierung und Dokumentation von Lernergebnissen entwickelt bzw. vorhandene Verfahren angepasst.
  • Die units of learning outcomes und die Verfahren zur Bewertung wurden mit Jugendlichen in berufsvorbereitenden Maßnahmen des BWHW in der Praxis erprobt.

 

Kontakt

Dr. Petra Notz, INBAS GmbH
Tel.: 069/27224-11
E-Mail: notz@remove-this.inbas.com

 

Weiterführende Informationen

Website: www.decvet.net

 

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