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Projektbeschreibung

Kooperationsnetze in der Nachqualifizierung junger Erwachsener mit besonderem Förderbedarf

 

Auftraggeber / Förderung durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des BQF-Programms "Kompetenzen fördern - berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf"

Kooperationspartner: bfz Bildungsforschung, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, Bundesinstitut für Berufsbildung

Projektbeginn: 01.08.2003

Projektende: 31.03.2006

Land: Deutschland

 

Ziele des Projekts

Nicht-formal qualifizierte Jugendliche und junge Erwachsene sind die Verlierer des Strukturwandels von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Ihre Arbeitsmarktchancen sind gering, langfristig droht ihre dauerhafte Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt. Auf der anderen Seite gehen alle Arbeitsmarktexpert(inn)en von einem wachsenden Fachkräftemangel ab Ende dieses Jahrzehnts aus – nicht nur aufgrund des demographischen Wandels, sondern auch weil berufliche Bildung für viele Jugendliche an Wert verliert und in Aus- und Weiterbildung zu wenig investiert wird.

Verstärkte Anstrengungen in berufliche Aus- und Weiterbildung, insbesondere auch in Nachqualifizierung, können dieser Schwächung des Kompetenzstandortes Deutschland entgegenwirken. Die erfolgreichen Projekte der Modellversuchsreihe zur beruflichen Nachqualifizierung des Bundesinstituts für Berufsbildung machten deutlich, dass und wie eine (Re-)Integration dieser Gruppen in das Beschäftigungs- und Bildungssystem gelingen kann. Sie haben aber auch gezeigt, dass Koordination und Vernetzung zwischen Akteuren (etwa Betrieben, Bildungsanbietern, Arbeitsverwaltungen) für einen dauerhaften Erfolg nötig sind.

Das Projekt "Kooperationsnetze in der Nachqualifizierung junger Erwachsener mit besonderem Förderbedarf" zielte auf die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen für nicht formal qualifizierte Jugendliche und junge Erwachsene durch Kooperation und Vernetzung nationaler und regionaler Akteure, insbesondere von Betrieben und Bildungsanbietern. Die Projektaktivitäten konzentrierten sich um drei Arbeitsschwerpunkte:

 

1. Aufbau regionaler Kooperationsnetzwerke aus Betrieben und Bildungseinrichtungen

  • zur Information und Beratung von Betrieben, Bildungseinrichtungen und Multiplikatoren der beruflichen Bildung über die Qualifizierung an- und ungelernter Beschäftigter und Arbeitsloser und zur betrieblichen Personalentwicklung,
  • zur Initiierung eines lokalen Angebots an Qualifizierungsmodulen,
  • zur Entwicklung von Qualifizierungsmodulen entsprechend den BIBB-Standards in neuen, zukunftsträchtigen Berufen für die Nachqualifizierung an- und ungelernter junger Erwachsener.

 

Das Vorhaben war so angelegt, dass sich die geplanten regionalen Netzwerke zu einem bundesweiten Netzwerk zusammenfügten. An Arbeitsschwerpunkten auf dieser bundesweiten Ebene der Vernetzung waren vorgesehen:

  • Aufbau und Pflege eines Informationsservices und Monitoring-Systems,
  • Entwicklung der Zertifizierungsnormen und –verfahren, Zertifikate für Nachqualifizierungsmodule und -maßnahmeformen.

 

2. Entwicklung und Durchführung eines Fortbildungsprogramms für das betriebliche und außerbetriebliche Ausbildungspersonal sowie das Lehrpersonal an Berufsschulen und in Bildungseinrichtungen

  • zu den neuen Anforderungen einer Qualifizierung in modularer Form (Didaktik, Lehrgangsorganisation etc.),
  • zum erwachsenenspezifischen Lernen,
  • zur Verbindung der Lernorte Bildungsträger und Betrieb,
  • zur Nutzung neuer Lernmethoden und –mittel (E-Learning),
  • zur Prüfung und Zertifizierung von Modulen und Bausteinen.

 

3. Evaluation der Kooperationsnetze und der Qualitätsverbesserung in der betrieblichen Nachqualifizierung junger Erwachsener mit besonderem Förderbedarf

 

Arbeitsschwerpunkte von INBAS im Rahmen des Verbundprojektes

Die fachlichen Schwerpunkte liegen auf:

  • Modulentwicklung,
  • Zertifizierung,
  • Lernberatung.

 

Die Schwerpunkte in der Durchführung waren:

  • Betreuung des bundesweiten Kommunikationsnetzes,
  • Pflege eines News-Dienstes,
  • Organisation, Durchführung und Dokumentation einer Fachtagung,
  • Entwicklung und Dokumentation eines Workshopkonzepts für die Schulung von Multiplikator(inn)en,
  • Durchführung von fünf Workshops zur Schulung von Multiplikator(inn)en,
  • Printmedien,
  • Evaluation auf Bundesebene,
  • Evaluation auf regionaler Ebene.

 

Kontakt

Herbert Rüb, INBAS GmbH
E-Mail: rueb@inbas.com

 

Weitere Informationen

Webseite des Netzwerks Qualifizierungswege für An- und Ungelernte:
www.qualifizierungswege.de

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